Wie die Mode folgt auch die Welt der Cocktails populären Trends. Letztes Jahr gab es eine relativ große Welle um das Thema Craft-Beer. Auch kamen Gin-Cocktails endlich im Mainstream der Bar-Welt an. Bei Cocktails wurde zudem viel mit Gemüse und Kräutern gearbeitet. Aber mit einem neuen Jahr kommen neue Trends und neue Techniken. Hier sind drei Trends die im Jahr 2017 in den Bars auf uns zukommen.

#1 stimmungsbasierte Cocktails

Vielleicht der bizarrste und doch interessanteste Trend im neuen Jahr: Cocktails basierend auf Deiner Persönlichkeit und Deinen Emotionen. Die traditionelle Bar-Karte könnte bald ein Relikt der Vergangenheit werden, wenn die Bars rund um die Welt Cocktails zugunsten der Stimmung ihrer Gäste kreieren. Ein rotes Getränk für Vertrauen oder ein schwarzes für Disziplin? Einige Bars nutzen auch schon Düfte wie geschnittenes Gras und geräucherte Kiefer um nostalgische Gefühle hervorzurufen oder an eine Jahreszeit zu erinnern. Wir werden sehen, wo dieser Trend hinführt und ob er überhaupt in den Bars der Stadt ankommt.

#2 Cocktails mit fermentierten Getränken

Vorbei sind die Tage der Limonaden und zuckersüßen Säfte. Stattdessen wird die Verwendung von fermentierten Getränken ein Trend. Zu erwarten sind Zutaten wie Kombucha, Tee und Kokosnuss-Kefir. Oder eben fermentierte Zutaten die mit alten Küchen-Methoden, die ursprünglich der Konservierung dienten, hergestellt werden. Methoden die aber auch jenseits dessen neue aromatische Möglichkeiten bieten: Einwecken, Eindicken oder Fermentation verschiedenster Art bei Gemüsen und Früchten sorgen dafür, dass saisonale Ware das ganze Jahr verwendbar ist, und glänzt darüber hinaus mit hochinteressanten Geschmacks- und Texturkomponenten für die neuen Drinks.

#3 verstärkte Weine

Komplett neu ist dieser Trend nicht. Angefangen mit der Nachfrage nach hochwertigem Wermut vor einigen Jahren, um Drinks wie den Manhattan oder den Martini zu verbessern, sind nun auch Sherry und Portwein und neuerdings auch Madeira und Marsala an der Bar angekommen. Das betrifft nicht nur die Verwendung in klassischen Cocktails, sondern auch für neue Kreationen, die direkt auf den aromatischen Weinen aufbauen und den aktuellen Trend nach „Low Alcohol“ unterstützen. Genießen ja, aber unbedingt betrunken werden nein. So könnte man statt einem Gin Tonic auch drei Portwein Tonic trinken, damit länger genießen und in etwa die gleiche Alkoholmenge aufnehmen.